Binnenhandels-Schlüsselliste (HSL)

Die zentral geleitete und geplante Wirtschaft der DDR erforderte verbindliche Systematiken für die Produktion und den Vertrieb der Waren. Trotz Bestrebungen, ein einheitliches Ordnungsprinzip zu schaffen, arbeiteten der Binnenhandel und die Produktion nach unterschiedlichen Systematiken, die aufeinander abgestimmt waren.

Für den Handel galt die Binnenhandels-Schlüsselliste, kurz HSL genannt. Sie war »das Arbeitsmittel für die Planung und Abrechnung des Warenumsatzes und Warenfonds sowie für die Bilanzierung des Warenfonds mit dem Warenumsatz. Sie bildet[e] darüber hinaus die Grundlage für die maschinelle Datenverarbeitung im Bereich des Konsumgüterbinnenhandels (Abrechnung und Warenbewegung).«1 Konkret diente sie unter anderem zur zentral geleiteten Zuteilung der Waren an die jeweiligen Verkaufseinrichtungen.2 Demnach waren die zur Kennzeichnung der Waren verwendeten Nummern der Binnenhandels-Schlüsselliste für den Konsumenten weniger von Bedeutung. Aus heutiger Sicht liefern sie allerdings hilfreiche Informationen zur Einordnung der Objekte.

Anmerkungen